Tag Archive: killerspiele


Wenn Mario auf Goombas springt, tut das denen sehr weh? Oder wenn Pac-Man Blinky, Pinky, Inky oder Clyde frisst, nachdem er die Superpille geschluckt hat, leiden die vier Geister sehr darunter? Auf Flickr.com könnt Ihr Euch die 8-Bit Fatalities von TastyPaints anschauen, denn diese Frage hat er sich selber gestellt und die entsprechenden Bilder dazu gemalt. Als ob es damals keine Killerspiele gegeben hätte. 😉

pac-attack

Weiterlesen

Unsere Politker diskutieren über ein Verbot von Paintball und Gotcha, da bei diesen Spielen Jagd auf andere Personen gemacht wird. Der Blog von DocX verweist auf einen sehr schönen Kommentar von Atari-Frosch.

Ein schärferes Waffengesetz, okay, aber dass unsere Politiker immer über das Ziel hinausschiessen müssen, ist doch nicht normal! Vielleicht machen wir bei den Olympischen Spielen auch nur noch einen Biathlon verboten, da gibt es ja auch Waffen…achne, da wird ja mit Waffen auf Zielscheiben geschossen, das ist ja legal. Hmm, wie wäre es dann mit einem Verbot von Wasserpistolen oder Super Soakern? Kann mir irgendjemand versichern, dass hiermit keiner auf Personen schiesst?

Via blog.docx.org

40% aller Amokläufer spielen Killerspiele, 100% essen Brot.
Sportsimulationsspieler sind wohl ebenso gefährdet.

0323-althaus_01

Via titanic-magazin.de

„Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es keinen eindeutigen Nachweis, dass Computerspiele tatsächlich Gewalt oder Aggressionen bei Jugendlichen hervorrufen können. “ Die komplette Studie könnt ihr hier nachlesen.

Via docx.org

In Berlin beim „Friday Night Game“ wurden die Eltern das erste Mal dazu gebracht, Spiele wie Counterstrike und Co. zu spielen. Was dabei herausgekommen ist, seht ihr hier.

http://c.brightcove.com/services/viewer/federated_f9/1688437577?isVid=1&publisherID=1203065853

Via stern.de

Nach der heftigen Behauptung von Herrmann über Videospiele wundert es keinen über den Aufruhr der Spielehersteller. Diese fordern eine Entschuldigung vom bayrischen Innenminister, der in einer Pressemitteilung Spiele wie Ego-Shooter mit Kinderpornografie und Drogen gleichsetzte.

Weiterlesen

http://wp1033646.wp056.webpack.hosteurope.de/eyeboard/karpfen/flash/killerspiele.swf

Gefunden auf Karpfenschleuder.de

Leidiges Thema „Killerspiele“, und leider ist das kein Aprilscherz: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann verlangt, dass Spiele mit Tötungsabsichten nicht mehr in Deutschland vertrieben werden dürfen. „Killerspiele widersprechen dem Wertekonsens unserer auf einem friedlichen Miteinander beruhenden Gesellschaft und gehören geächtet. In ihren schädlichen Auswirkungen stehen sie auf einer Stufe mit Drogen und Kinderpornografie, deren Verbot zurecht niemand in Frage stellt.“

Die Unverschämtheit nimmt kein Ende, aber was erwartet man von Ministern des Freistaats Bayern? Einfache Lösungen sind ja immer noch die besten, aber was zuviel ist, ist zuviel. Und da gebe ich meine Meinung offen zu Preis: Ich finde, dass derartige Politiker dem Wertekonsens unserer auf einer auf Gleichgestellte beruhenden Gesellschaft widersprechen und geächtet gehören. Mit Ihren schädlichen Aussagen stehen sie auf einer Stufe mit Abzockern und Nationalsozialisten, deren Verbrecherstatus zurecht niemand in Frage stellt. Ich fordere diese Politiker auf, die Immunität abzulegen und auf Verbreitung derartiger Aussagen zu verzichten. 😦

Via: golem.de, heise.de
Originalartikel: csu-landtag.de

Mein Lieblingsexchefredakteur aus den guten alten PC Player-Zeiten und Übersetzer der guten alten Monkey Island-Spiele (Privatperson Boris Schneider-Johne) hat den meiner Meinung nach besten Kommentar zum Amoklauf in Winnenden abgegeben:

“Verbietet weitgehend Waffen, verbietet Tatort, CSI und Cobra 11 im deutschen Fernsehen und Torture-Porn im Kino und auf DVD, schränkt die Pressefreiheit bei Gefahr von Nachahmungstaten ein, sperrt das Internet in Deutschland radikal ab und dann kommt noch mal wieder und verschärft dann den härtesten Jugendschutz bei Spielen in Europa nochmal weiter. Vorher lohnt es sich nicht.“

Den gesamten Kommentar findet ihr auf dreisechzig.net. Bitte jedem zu verstehen geben und denen, die es immer noch nicht verstanden haben sollten, einen Denkanstoß dazu geben. Danke Boris!

Weil die Veranstalter nicht auf die Disziplinen „Warcraft „,  „Counter-Strike 1.6“ und „Counter-Strike: Source“ verzichten wollten, sagte Stuttgarts Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) die Veranstaltung ESL in der Liederhalle ab. Seine Begründung: „Angesichts der Ereignisse und des schrecklichen Amoklaufs in Winnenden und Wendlingen, bei dem 15 Menschen getötet wurden, können wir eine solche Veranstaltung derzeit in unserer Stadt nicht akzeptieren“.

Die Veranstalter und Teilnehmer waren zwar bestürzt über die Vorfälle in Winnenden, dementierten aber, dass die Amokläufe nichts mit eSports zu tun habe. „Bei klassischen Fußballspielen kommt es allerdings oft zu Ausschreitungen und vielen Verletzten. Bei den vielen Hundert eSport-Events, die wir durchgeführt haben, gab es nicht eine einzige handfeste Schlägerei. […]“

Die Reaktion der Politik ist wieder mal typisch, nur um konservative Wähler zu gewinnen. Ich wäre für ein Verbot von Bundestagsdebatten, denn dabei werden eh nur Dinge beschlossen, die uns früher oder später schaden und Schulden gemacht. Oder für ein Verbot von Flugzeugen, da ja viele Menschen durch die Abstürze gestorben sind, schliesslich sind die Hinterbliebenden auch Opfer. Ihr findet diese Aussagen schwachsinnig? Ich finde diese nicht viel dümmer als den Beschluss von Schuster. Aufklärung ist das Stichwort, und nicht weggucken, wie beim Thema Sex in den Siebzigern. Aber das ist wieder mal unsere Politik, auf der ewigen Suche nach einfachen Lösungen.

Orginalartikel auf heise.de